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Freitagsorganisation // A happy Monday starts on Friday

Was ist an Freitagen anders als an Montagen? Wir kennen alle das Phänomen des wohliges Freitagsgefühls, mit dem sich ein Hauch von angenehmer Leichtigkeit und Unbeschwertheit ausbreitet. Das fängt bereits Donnerstagabend kurz vor dem Zubettgehen an. Freitagmorgen kommen wir irgendwie leichter aus den Federn, denn unser Hinterstübchen sagt uns: Die Woche ist ja gleich „geschafft“. Am Arbeitsplatz flöten uns die Kollegen motiviert ein Guten Morgen zu und sind generell heute trotz Termindruck humorvoll bei Laune. Tauchen im Laufe des vormittags keine großartigen bösen Überraschungen auf, ist manch einer bereits ab mittags gedanklich im Wochenende versunken und tiefenentspannt.

Im Gegensatz dazu starten 85 Prozent der Deutschen mit schlechter Laune in die Arbeitswoche. Der Montagsblues ist weit verbreitet und so richtig rund läuft’s gefühlt erst ab mittags oder dienstags. Allgemein startet unsere Arbeitsmotivation bereits einen Abend vorher. Mach kurz die Augen und zu und stell Dir vor heute ist nicht Freitag sondern Sonntagabend – morgen früh geht’s wieder los zur Arbeit und die ganze Woche liegt noch vor Dir. Das fühlt sich anders an als das Freitagsgefühl, oder?

Eigentlich ist Freitag genauso ein Arbeitstag wie Montag auch. Wie können wir also uns selbst austricksen, unser posititves Wochenendgefühl etwas ausdehnen und voller Motivation mit Freude in den Montag starten? Ganz einfach, wir müssen es einfach wollen und uns darauf ausrichten. Das beginnt bereits Freitagmittag.

Freitags dem Montagsblues vorbeugen

Gute Organisation ist die halbe Miete. Entwickeln wir eine eigene Freitagsrountine, in der wir uns einen festen Zeitrahmen einplanen, den Start in die kommende Woche vorzubereiten. Das entlastet uns gedanklich am Wochenende, wenn wir bereits vorher genau wissen, was uns Montag erwartet und wir selbst strukturiert sind.

Freitags To Do Liste (Zeitfenster 1 Stunde)
  1. Verlasse Deinen Arbeitsplatz aufgeräumt. Entferne alles Unnötige von Deinem Arbeitsplatz.Räume alles, was Du an Arbeitsmaterial an Deinem Arbeitsplatz brauchst an einen festen Platz.
  2. Ordne den Papierkram. Sieh Deine Ablage durch. Entferne unwichtiges Papierkram. Scanne Inforationen ein, die wirklich wichtig sind (also so unglaublich wichtig, dass Du sie irgendwann schnell wiederfinden möchtest) und lege Sie nach System ab oder hefte Sie geordnet ab, falls Du kein digitales Ordnersystem besitzt. So verschwinden Zettel, die nichts mit einer Aufgabe zu tun haben vom Tisch und Du findest Sie schnell wieder. Unwichtiges verschwindet immer spätestens freitags im Papierkorb und belastet Dich nicht länger erneut in der kommenden Woche!
  3. E-Mail-Organisation: Lese Deine Emails und sortiere Sie. Lege Dir wichtige Emails für die kommende Woche in die Wiedervorlage, um sie dann zu bearbeiten.
  4. Plane die kommende Woche. Notiere Deine Aufgaben für die kommende Woche und priorisiere sie. Plane Dir Ziele (also benenne auch Merkmale, an denen Du erkennst, dass Du Dein Ziel erfolgreich erreicht hast) und einen Zeitaufwand ein, den Du Dir setzt, bis die Aufgabe zu einem akzeptablen Maß fertiggestellt ist. Wir müssen nicht immer 100 Prozent geben und erreichen. Besser in einem ordentlichen Maß fertig als perfekt sein zu wollen! So verzetteln wir uns nicht mit Unwichtigem oder unserem Perfektionismus. Ziele messbar und als gut erreichbar zu gestalten, sorgt für Motivation und gibt uns ein gutes Gefühl der Machbarkeit.
  5. Schaffe Dir Zeitfenster für Kommunikation. Unabhängig und alleine zu arbeiten ist toll, aber nicht immer möglich. Einige Aufgaben erfordern Kommunikation mit Kollegen. Plane bereits für solche Aufgaben, die Du in der kommenden Woche erledigen möchtest, auch die Kommunikation mit den Menschen ein, deren Teamwork Du benötigst. Lege bereits freitags Termine strukturiert nach Priotät Deiner Aufgaben fest. Wen benötigst Du wofür? So vermeidest Du, dass Du in Deiner Wochenplanung möglicherweise stecken bleibst, weil die Kommunikation nicht funktioniert.

Hast Du Deinen Arbeitsplatz aufgeräumt und die kommende Woche strukturiert, kannst Du beruhigt ins Wochenende starten. Sonntagabend brauchst Du Dir keinen Kopf darüber machen und kannst das Wochenende länger genießen. Auch der Start am Montag ist halb so schlimm. Schließlich bist Du ja gut vorbereitet.

Mit einem positiven Mindset in die Woche starten

Für ein Happy Monday Feeling und Motivation kannst Du natürlich nachhelfen. Unsere Gedanken steuern unser Empfinden und unsere Motivation. Wir können den Montag als lästiges Übel sehen. Wir können ihn aber auch als frischen Beginn für eine neue Woche mit neuen Möglichkeiten sehen. Motiviere Dich im Positiven und fang an die Woche nach Deinen Spielregeln und Zielen zu leben. Belohne Dich und mache es Dir angenehm. Wie möchtest Du die Woche erleben, was möchtest Du erleben.

To Do – Fragen für ein postives Mindset
  • Was ist Dir auf der Arbeit wichtig, was macht Dir Spaß an Deinem Job?
  • Wofür begeistert Du Dich und wofür lebst Du? Nimm Dir eine Sache vor, die Du erreichen möchtest, weil Sie Dir wichtig ist und arbeite die Woche darauf hin, auch beruflich. Das kann zum Beispiel sein, mittags regelmäßig mit Kollegen zu essen, die Du bereits nicht so gut kanntest oder das Teammeeting besser für Dein persönliches erfolgreiches Vorankommen zu nutzen. Gestalte Dir Deine Woche für Deine Ziele.
  • Was Dich nicht weiterbringt, kann vielleicht auch weg?

So entlarvst Du miese Gewohnheiten und gibst postiven Gewohnheiten mehr Raum.

Freizeit und Arbeit nicht als Kontrastprogramm sehen

Generell finde ich den Ausdruck Work-Life-Balance nicht sehr günstig. Denn zu suggerieren, dass Arbeit und Leben ausbalanciert werden müssen, ist für mich eher negativ besetzt. Ist Arbeit nicht auch Teil meines Lebens? Wenn ich meinen Job als etwas sehe, dass mich von den Dingen abhält, die ich gern tue und mich in meiner Freizeit behindert, dann ist es schwer, ein Gleichgewicht zu finden. Eigentlich sollte jeder Tag, ob Wochenende oder Arbeitstag (von denen wir weitaus mehr haben als Wochenendtage) gleichwertig empfunden werden. Arbeit und Freizeit sind beide Teil unseres Lebens. Es hängt von unserer inneren Einstellung und äußeren Gestaltung ab, wie gut wir beides vereinen können und wie belastend wir Arbeit oder auch Freizeit empfinden. Schau also, was Dir wichtig ist und wie Du beides mit den jeweiligen Prioritäten in Einklang bringen kannst, um auch Montage zu lieben.

Ich wünsche Dir einen guten Start!

#workhealthylivehappy

Nicole

 

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